W. Weilenmann
Dr. med. dent.
Walter Weilenmann
eidg. dipl. Zahnarzt
dipl. Natw. ETH
Mitglied SSO, SSGS
und SSO-Zürich.

Gute Zähne im Alter

Auch im hohen Alter können die Zähne noch so gut sein wie in der Jugend.
Vier Dinge müssen erfüllt sein:
  • Essen: Auf Süssigkeiten achten (gefährlich sind Getränke und Zwischenmahlzeiten).
  • Putzen: Die Zähne meistens gut putzen, sodass das Zahnfleisch nicht blutet (ab 50 auch zwischen den Zähnen).
  • Reparieren: Zu Zahnärzten gehen, die nur wenig von den Zähnen abschleifen und die Zahnnerven erhalten.
  • Gesundheit: Möglichst gesund leben (Hauptgefahr Drogen).

Gute Zähne

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79-jährige Patientin (19.05.2015 / 6740)

Zähne

Es sind lediglich 8 kleine Füllungen zu sehen. Die beiden Stiftzähne aus Gold und Porzellan passen nicht ins Bild. Wahrscheinlich hätte ein anderer Zahnarzt die Nerven dieser beiden Zähne retten und die Schäden mit ganz gewöhnlichen Füllungen reparieren können.

Zahnfleisch

Das Zahnfleisch und der Knochen zwischen den Zähnen ist praktisch noch wie bei einem jungen Menschen. Alle Zähne sind fest.

Das Zahnfleisch heilt übrigens im hohen Alter gleich rasch wie in der Jugend. Die Mundschleimhaut altert nicht.

Prognose

Dieses Gebiss könnte nochmals 80 Jahre lang halten.


Keine Zähne mehr


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79-jährige Patientin (19.05.2015 / 6740)

Saugnapfprothese

Diese Prothese habe ich vor etwa 30 Jahren geschenkt bekommen. Sie hielt nicht mehr und die Patientin wollte sie nicht mehr. Man kann auch heute noch solche Saugnäpfe für Prothesen kaufen. Allerdings nürtzen sie nicht viel.

Prothesen haben auch Nachteile:

  • Mit Prothesen kann man nicht so kräftig zubeissen.
  • Der Prothesenrand kann aufs Zahnfleisch drücken.
  • Viele Prothesenzähne sind so stumpf, dass Salat schwierig zum essen ist.
  • Beim Gähnen und Lachen kann die Prothese herunterfallen.
  • Haftmittel kleben überall.
  • Untere Prothesen halten weniger gut als obere.
  • Apfel abbeissen geht nicht - die Prothese hält nicht.
  • usw.

Früh beginnt der Unterschied

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8-jährige Patientin (05.04.2016 / 6214)

Milchzahnkaries

Milchzähne bekommen schneller Karies als bleibende Zähne. Diese Karies ist wahrscheinlich durch das Stillen entstanden (zwei Jahre lang täglich viele Male). Die Zähne schmerzen nicht, und das Kind ist zufrieden.

Was NICHT tun?

Die meisten Kinder wollen keine Behandlung. Zwingt man sie, wollen sie nicht mehr zum Zahnarzt. Die Erinnerung an eine üble Zahnbehandlung dauert das ganze Leben an. Noch mehr Zwang verschlimmert die Angst. Sie kann eine lebenslange Spirale der Zahnzerstörung einleiten!


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5-jähriger Patient (03.02.2016 / 6949)

Auch diese Milchzahnkaries ist nicht schlimm. Einfach abwarten!

Was tun?

Der Grund der Karies ist in erster Linie zu häufiger Zuckerkonsum. Viele Mütter reagieren sofort und rufen ihrem Kind "siehst Du, ich hab es dir ja gesagt!". Bei diesen Müttern versuche ich vorsichtig, über das Thema zu sprechen. Dabei muss ich "diplomatisch" vorgehen. Wenn sie als erste Reaktion die Zahnpflege bei ihrem Kind vehement oder gleichgültig ablehnen, brauche ich jahrelang Geduld. Vielleicht helfen später dem Kind das gemeinsame Zähneputzen im Kindergarten und in der Schule. Es wird mit Sicherheit gesunde zweite Zähne und damit eine gute zweite Chance bekommen.

Copyright © 2018 Icon W. Weilenmann
erstellt: 19.05.2015 - 27.01.2018