W. Weilenmann
Dr. med. dent.
Walter Weilenmann
eidg. dipl. Zahnarzt
dipl. Natw. ETH

Mitglied SSO, SSGS
und SSO-Zürich.

Zahnimplantate

Zahnimplantate sind Eintrittspforten ins Körperinnere. Sie werden pausenlos von Bakterien besiedelt, welche das Zahnfleisch entzünden. Die Immunabwehr bei Zahnimplantaten ist schwächer als bei Zähnen, weil letztere mit dem Parodont ein spezielles Abwehrorgan besitzen. 80% der Zahnimplantate haben nach 10 Jahren eine Periimplantitis, also eine spezielle Form von Zahnfleischentzündung. Sie ist meistens unheilbar.
Die beiden Hauptprobleme der Zahnimplantate sind das fehlende Desmodont und ihre rauhe Oberfläche, welche oft Windungen aufweist. Sie ist schwierig sauber zu halten. Etwas kleinere Probleme sind die fehlende Sensibilität und Elastizität. Deswegen können sehr hohe Kräfte entstehen.
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Beachtenswert und geheimnisvoll an diesen beiden Implantaten ist der unterschiedliche Zahnstein­befall. Sie ersetzen die beiden Zähne 1-1 und befinden sich gleich nahe bei der Zungenspitze. Sie müssten eigentlich von dieser gleich oft berührt und abgerieben werden. Es ist deshalb kaum erklärbar, weshalb sich auf ihnen nicht ungefähr gleich viel Zahnstein bildet, sonden nur beim rechten Implantat so viel Zahnstein entsteht.

Periimplantitis

91-jähriger Patient (27.03.2026 / 6306)

Anamnese: Diese beiden Implantate sind 2014 eingesetzt worden. Dies obwohl bekannt ist, dass sich auf den Rückseiten der unteren Frontzähne am meisten Zahnstein bildet. Dies war auch bei diesem Patienten von Anfang an der Fall (Bild von 2015).

Verlauf: Nach 11 Jahren (Bild von 2026) hat die Periimplantitis beim rechten Implantat mehrere Millimeter Knochen und Zahnfleisch gekostet. Zudem ist eine tiefe, schwierig geformte Zahnfleischtasche entstanden. Man kann sie kaum sauber putzen kann.

N.B.: Der Patient geht alle vier Monate zu einer Dentalhygienikerin.

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erstellt: 01.01.2018 - 02.04.2026